DFG Forschergruppe MUSIK

Die Forschergruppe MUSIK verfolgt das Ziel, die zu mikroelektronischen Funktionsgruppen analogen bzw. komplementären Eigenschaften mikroelektromechanischer Systeme konsequent in eine multiphysikalische Synthese und Integration komplexer Hochfrequenz-Schaltungen einzubeziehen. Durch eine konsistente Beschreibung mittels top-down Entwurf und bottom-up Verifikation werden die mikroelektronischen und mikroelektromechanischen Eigenschaften inklusive thermischer und akustischer Eigenschaften von der Bauelemente- bis zur Systemebene durchgängig erfasst. Dieser schichtenübergreifender Ansatz ermöglicht es, die Kenngrößen eines Kommunikationssystems auf hoher Abstraktionsebene mit den physikalischen Eigenschaften der Konstituenten und der für deren Implementierung gewählten Technologien zu verknüpfen.
Modellierung, Entwurf und Simulation werden durch die Silicium-Keramik-Verbundsubstrattechnologie vervollständigt, die neue Ansätze für die Hybridintegration und die Vermeidung parasitärer Verdrahtungseffekte liefert. Der multiphysikalische und multi-methodische Ansatz wird folgerichtig durch Bespiel-Hardware demonstriert; als Demonstrator dient die Sende-Empfangseinheit eines LTE-Nutzerterminals. In der ersten Phase der Laufzeit richtete sich MUSIK auf die Kombination der Vorteile der bisher getrennt untersuchten Bereiche der mikroelektronischen und mikroelektromechanischen Schaltungstechnik, um in der zweiten Phase die Basis für eine HF-Mikromechatronik zu schaffen, die Systemkonzepte, Funktionsgruppenentwürfe und Systemimplementierung umfasst.