Lehrstuhl für Technische Elektronik

Lehrstuhlchronik

  • 1970: Gründung des Instituts unter Prof. Dr.-Ing. Dieter Seitzer
  • 1980er: Grundlagenforschung in Psychoakustik und Codierverfahren führen zur Entwicklung von MP3
  • 1984: Prof. Dieter Seitzer gründet das Zentrum für Mikroelektronik und Informationstechnik GmbH, das 1985 als Arbeitsgruppe in die Fraunhofer-Gesellschaft integriert wird
  • 1990: Prof. Dieter Seitzer wird zum Leiter des neu gegründeten Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen (IIS)
  • 1998: Emeritierung von Prof. Dr.-Ing. Dieter Seitzer
  • 1998-2002: Kommissarische Leitung durch apl. Prof. Dr.-Ing. Friedrich Oehme
  • Juli 2002: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. habil. Robert Weigel übernimmt die Lehrstuhlleitung
  • 2004-2007: Extraordinarius Prof. Dr.-techn. Mario Huemer
  • Seit 2008: Extraordinarius Prof. Dr.-Ing. Georg Fischer
  • 2009: 13. Auflage des “Tietze/Schenk” erscheint als 40-jährige Jubiläumsausgabe
  • 2009: Ausgründung eesy-id
  • 2010: PD Dr.-Ing Ulrich Tietze geht in den Ruhestand (wiss. Mitarbeiter seit September 1972)
  • 2012: Ausgründung eesy-ic
  • 2012: Bezug der Zweigstelle Cauerstr. 6
  • 2013: Bezug der Zweigstelle EnCN
  • 2014: Prof. Dr.-Ing. Thomas Ußmüller folgt dem Ruf an die Universität Innsbruck
  • 2015: Prof. Dr.-Ing. habil. Dietmar Kissinger folgt dem Ruf an die TU Berlin
  • 2015: PD Dr.-Ing. habil. Alexander Kölpin habilitiert sich und arbeitet weiter als Privatdozent am LTE
  • 2017: Prof. Dr.-Ing. habil. Alexander Kölpin folgt dem Ruf an die BTU Cottbus

Über den LTE

In der Forschung wie auch Lehre beschäftigt sich der Lehrstuhl für Technische Elektronik (LTE) mit der integrierten wie auch diskreten Schaltungstechnik und Systemtechnik zur Realisierung mikroelektronischer Systemen im Mobilfunk, in der Kommunikation, der Radartechnik, der Automobiltechnik, der Medizintechnik, der Sensorik, der Logistik (RFID) und der Multimedia Produktionstechnik (PMSE).

Schaltungstechnik, Hochfrequenztechnik, Nachrichtentechnik, Sender-/Empfängertechnik, Radartechnik, Halbleitertechnik, Mikrosystemtechnik, Antennentechnik, sowie die digitale Signalverarbeitung und auch Softwaretechnik bilden hierbei die Grundlagen zur Konzeptionierung und Realisierung der mikroelektronischen Systeme.

Wichtige Forschungsfragestellungen hierbei sind die Minimierung des Stromverbrauchs, die Leistungsfähigkeit von Schaltungen bis hin zu 250 GHz, die Einhaltung der durch die Standardisierung und Regulierung vorgegebenen Spezifikationen und Protokolle und oft auch der Einsatz unter extremen Umgebungsbedingungen. Bedingt durch die fortschreitende Integration (Moore’s law) ergeben sich zudem viele Fragestellungen der Analog-Digital-Partitionierung mikroelektronischer Systeme.

Der LTE engagiert sich in einer Vielzahl ingenieurtechnischer Studiengänge der FAU wie EEI, IuK, CME, MECH, MT, WING sowohl im Bachelor wie auch im Masterstudium. Aufgrund des breiten Arbeitsgebietes erfreut sich der Lehrstuhl eines großen Zulaufs von Studenten verschiedenster Fachrichtungen.

Eine Vielzahl an Forschungsarbeiten des LTE entsteht im Rahmen von Drittmittelprojekten. Diese sind zum einen öffentlich gefördert (DFG, BMBF, BMWi, Bayern) oder auch direkt aus der Industrie beauftragt. Der LTE kooperiert hier mit international agierenden Unternehmen und Forschungsinstituten der Halbleiter-, Automobil-, Medizintechnik-, Automatisierungs- und Kommunikationsindustrie. Einige Beispiele hierfür: AUDI, BMW, Daimler, Continental, Siemens, Intel, Infineon, IHP, FBH, Fraunhofer, EADS, Alcatel-Lucent, Nokia Siemens Networks, SAAB/MEDAV, Sennheiser, Shure, IDC WLH Fürth.

An großen Projekten der Region wie dem Spitzencluster Medizintechnik / Medical Valley und dem Energiecampus Nürnberg / EnCN ist der LTE mit einer größeren Anzahl an Doktoranden direkt beteiligt.

Aufgrund seines Netzwerkes mit der Industrie und Forschungseinrichtungen ist der LTE auch behilflich bei der Vermittlung von Industriepraktika und Forschungsaufenthalten im In- und Ausland.

Der Lehrstuhl wird durch Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. habil. Robert Weigel und Prof. Dr.-Ing. Georg Fischer geleitet. Beide bringen umfangreiche Industrieerfahrung in den Forschungsbetrieb ein. Der Lehrstuhl ist in drei Gruppen strukturiert. Diese Gruppen werden durch Postdocs bzw. Habilitanden geleitet.

Dank einer erfolgreichen und regen Publikationsleistung auf renommierten Konferenzen und Workshops und einer Vielzahl an Journalbeiträgen, die durch diverse Preise und Auszeichnungen honoriert wurden, kann der LTE auf eine hohe Sichtbarkeit in der Wissenschaft verweisen.

Für 2013 und 2017 ist es dem LTE zusammen mit anderen Lehrstühlen der EEI gelungen, die große internationale europäische Mikrowellenkonferenz EuMW (European Microwave Week) nach Nürnberg-Erlangen zu holen. Bei diversen Konferenzen engagieren sich die Leitung wie auch die Mitarbeiter des LTE in den jeweiligen Programmkomitees.

Der LTE verfügt über eine umfangreiche Ausstattung im Bereich der Hochfrequenzmesstechnik, der Simulation, der digitalen Signalverarbeitung und Systemcharakterisierung. Doktoranden und Studenten finden hiermit exzellente Arbeitsbedingungen für ihre Arbeiten vor.

Auf Seiten der Verwertung von Forschungsergebnissen kann der LTE auf eine Vielzahl an Patenten, in denen LTE Mitarbeiter als Erfinder genannt sind, verweisen. Zudem wurde ein Spin-off zusammen mit der Firmengruppe TACTRON-Gerotron aus dem Lehrstuhl heraus gegründet: Die eesy-ic agiert als Dienstleister für Chip Design.